Konzeptionell steht der POWER-CHILD CAMPUS auf vier Säulen:
1) Safe House
Ein sicherer Ort, an dem die Frauen sich austauschen können, zugleich erhalten sie hier Informationen zum Thema "Schutz vor sexueller Gewalt" und können ihre Kinder ärztlich untersuchen lassen. Mädchen und Jungen können im Falle von häuslicher und sexueller Gewalt in Obhut genommen werden, um eine Perspektive in Sicherheit zu planen.
2) Pädagogisch begleitete Fußballplätze
Entwicklung durch Fußball - in täglichen Angeboten vermitteln pädagogische Power-Child-Fachkräfte Mädchen und Jungen überlebensnotwendige Kenntnisse und Fähigkeiten, brenzlige Situationen zu vermeiden. Sie lernen, sich selbst zu behaupten und respektvoll mit sich und anderen umzugehen. Der POWER-CHILD CAMPUS wird Turniere, Events und Feriencamps durchführen und ein sozialer Mittelpunkt für die Bevölkerung von Mfuleni sein. Gemeinsam mit der Community bietet der POWER-CHILD CAMPUS eine Alternative zur Gewalt.
3) Pädagogische Aktivitäten
Nachdem alle baulichen Maßnahmen inkl. Drainage und Zaun auf dem Campus abgeschlossen sind, liegt der Hauptaugenmerk auf den pädagogischen Programmen auf dem Campus. Derzeit (im Juni 2010) sind sieben Festangestellte und vier peercoaches auf Honorarbasis auf dem Campus beschäftigt, die Montags bis Samstags die folgenden Aktivitäten anbieten:
Montag - Support Group
ca. 20 HIV infizierte bzw. Aids erkrankte Menschen werden psychologisch begleitet. Da sie meist unterernährt sind und aufgrund der Krankheit schnell frieren, bekommen sie zudem anschließend eine heiße und stärkende Suppe.
Dienstag bis Samstag - Nachmittagsprogramm
An diesen Tagen nehmen jeweils ca. 50 Kinder an den Nachmittagsprogrammen teil. Angeboten werden Sport (Fußball, Netball und Basketball), Theater und Tanz, Lesen sowie Basteln aber auch Lifeskills wie Körperhygiene und gesunde Ernährung.
Ferienprogramm
An diesen holiday programs während der Schulferien nehmen regelmäßig bis zu 80 Kinder teil, die sich vorher registriert haben. In der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr werden die gleichen Programme wie während der Schulzeit angeboten, zudem bekommen die Kinder ein Mittagessen auf dem Campus. Themen wie Tischmanieren oder 'Lunch ceremony' (Händewaschen und Beten) sind Plichtbestandteil des Programmes.
4) Soup Kitchen & Clinic
Hunger ist noch immer eines der Hauptprobleme der Bevölkerung. In der Suppenküche auf dem Campus werden Kinder und Erwachsene täglich mit
einer nahrhaften Mahlzeit versorgt.
Durch die Kooperation mit einer angesehenen NGO wird der Zugang zu medizinischer Versorgung erleichtert.
Konzeption & Umsetzung
Das Gesamtkonzept des Projekt POWER-CHILD CAMPUS wurde von der Power-Child Expertin Astrid Schimmelpenninck entwickelt, die maßgeblich für die Umsetzung und Einbindung der Fachleute vor Ort zuständig ist. Sie betreut den POWER-CHILD CAMPUS als Projektleiterin und ist regelmäßig vor Ort.
Astrid Schimmelpenninck ist Dipl. Sozialpädagogin, systemische Familientherapeutin, Lehrbeauftragte an der Hochschule für Sozialwissenschaften München und seit vielen Jahren im Bereich der Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern tätig.






